Noah und Gus hängen nach der Schule zusammen ab, kiffen ein bisschen in dem jungenhaft überladenen Zimmer. Alles könnte so entspannt, so einfach sein, hätte Noah da nicht noch etwas auf dem Herzen.
Ein etwas ungewöhnliches Geständnis hat Craig Boreham da geschrieben und inszeniert. Eine kurze Hommage an ... an was eigentlich? Das zu sagen, würde dem Film seine vielleicht einzige Qualität nehmen: Die Überraschung.
Wenn man streng ist, ist das Bild nicht das Beste. Die Schauspieler sind es nicht, der Plot ist es nicht. Gut, wie viel Handlung passt in drei Minuten, von denen ein Drittel allein der Abspann ist? Es ist einfach die Geschichte von zwei Jungen und einem unangenehmen Geheimnis, die ein wenig anders thematisiert wird als sonst. Schlichtweg eine Pointe mit Vorbereitung.
Da kann man jetzt von vornherein sagen, dass man sich das nicht zumutet und griesgrämig weitermachen mit was auch immer man gerade tut. Allerdings kann man den winzigen Zeitaufwand (zwei Minuten, also, das ist doch nun wirklich nicht die Welt) genauso auf sich nehmen und Love Bite die Chance geben, als nettes Intermezzo willkommen zu sein.
Sollte das nicht zutreffen, hat man eben ein paar Minuten verschwendet und kann sich wenigstens an dem coolen Lied im Abspann erfreuen. Nicht viel zu verlieren, könnte man sagen.
Love Bite
written and directed by: Craig Boreham
starring: Will Field, Aidan Calabria
director of photography: Dean Francis
sound design: Pete Goodwin
(Text: Wilke Weermann)







































