Mykonos - XLsior Festival
Tag 1
Nach einem entspannten Flug mit Lauda Air und einer abenteuerlichen Fahrt auf der Fähre erreichten wir um 15:00 Mykonos. Wobei die Überfahrt nichts für Weicheier war, denn durch den hohen Seegang mussten sich spontan einige Gäste übergeben. Martin Darling konnte gerade noch Contenance bewahren.
Wir erfuhren von unseren Quatiergebern, dass die Fähre am Tag davor aufgrund des starken Windes und den damit verbundenen hohen Wellengang überhaupt nicht fuhr. Wind sei zwar auf dieser Insel nichts ungewöhnliches, doch seit einer Woche ist er besonders stark.
Untergebracht sind wir dieses mal in einem Privathaus bei Panos und seinem Freund mit zwei Hunden und drei Katzen.
Den ersten Tag haben wir am Elia Strand verbracht mit anschließendem pittoresken Sonnenuntergang.
Tag2
Am Elia-Strand hatte Martin Darling seine erste Bekanntschaft. Die für alle ersichtliche Cruising-Area am Strand ist sehr speziell. Es gibt kaum Möglichkeiten für „Privatsphäre“. Das hat auch seinen Vorteil: Man bekommt sofort einen umfassenden Überblick über das Geschehen. Und so lernte Martin Darling sehr bald einen netten Griechen kennen, welcher ihn sogleich in die Gepflogenheiten dieses
Ortes der Begegnung einführte.
Abends trifft man sich in den Bars der Stadt. Jacke O und Babylon sind sehr beliebt. Aber Vorsicht, da sich beide Bars direkt am Meer befinden, ist vor den Lokalen mit einer „Meeresdusche“ zu rechnen.
So richtig was los ist um 1 Uhr. Die Musik in den Bars ist sehr laut und es ist dunkel. Gerade noch in Gedanken vertieft, wie man unter diesen Umständen jemanden kennenlernen kann, stand, (obwohl um diese Jahreszeit eher die Italiener die Insel dominieren) plötzlich Javier, ein attraktiverer Spanier, vor
Martin Darling. Es genügt also ein Blick, um an sein Ziel zu gelangen...
Tag3
Elia Beach ist großartig, aber was hat die Insel noch für Strände? Zwei davon haben wir uns angesehen. Lia war zu windig. Beinahe wären The Darlings ins Meer geweht worden – was für ein Verlust für die Menschheit! Ftelia ist der Surfstrand der Insel, windy of course. Der Surfer erfährt hier einen besonderen Kick: hier wurden angeblich 2 Haie gesichtet. Am Strand lädt eine Taverne zum verweilen ein. Diese ist sehr gemütlich und offeriert köstliche Speisen – empfehlenswert!
Die erste Party des XLsior Festivals war „WE Attacks Mykonos“. DJs (Manuel de Diego, Dani Toro) und Gogos aus Madrid wurden eingeflogen um den W-Club zu rocken. Die Lokation war überschaulich, aber sehr gut besucht. Die DJs lieferten ein hervorragendes Set, doch leider war die Musik unerträglich laut. Da The Darlings ihre Ohropax nicht mit hatten, waren sie am nächsten Tag auf ihre anderen Sinne angewiesen...
Tag4
Strandparty am Elia Beach. Invinita 2011, ist eine riesige spanische Party (http://www.infinitagayweek.com/en/). Den Sound steuerten die DJs SR. Edu, Matt, Nick A und Guga Rahner bei. Der internationale Gayjetset – wir trafen unter anderem bekannte von der European Gay Ski Week und aus Wien - tanzte von 5 Uhr Nachmittags bis in die Nacht hinein.
Was die Attraktivität der Männer betrifft, steht XLsior dem Circuit Festival Barcelona um nichts nach. Leider ist XLsior aber bei weitem nicht so gut organisiert.
Martin Darling hatte noch lange nicht genug und so begab er sich abermals in die Stadt zu den Bars Jacky O und Babylon. Die beiden Lokale waren dermaßen überfüllt, dass ein passieren der Promenade davor unmöglich war. Männer schoben sich eng aneinander vorbei. Körper an Körper reibend. Martin Darling stand mitten in der Menge und genoss das Geschehen. Plötzlich stand der Spanier - Javier- wieder vor ihm und das Spiel begann von vorne...
Tag 5
In Mykonos ist nicht alles teuer. Auf dem Weg zum Strand endeckten wir in Ano Mera am Straßenrand eine Bäckerei. Hier gibt es alles. Vom Brot über Baklava zum gefüllten Baguette. Letzteres kostete 3,50 Euro. Eine Okkasion, wenn man bedenkt das die teuerste Benzinsorte knapp zwei Euro kostet...
Der Abend startete wie gewohnt im Jacky O. Tom aus Wien und seine belgischen Freunde waren ebenfalls da. Es bedurfte einiges an Überredungskunst um die Belgier für Matinee (die heutige Party des Festivals im Cavo Paradiso) zu begeistern. Sie fuhren mit, und es sollte die abenteuerlichste Nacht ihres Urlaubes werden. Es begann bereits bei der Hinfahrt. Martin Darling war sich sicher der Club befindet sich am Super Paradise Beach. Die Straße dorthin glich einer Fahrt mit dem Rollercoaster. Eng, kurvenreich, ein ständiges Auf und Ab und am Ende eine Steigung mit gefühlten 90 Grad. Doch kein Club, das Cavo Paradiso ist am Paradise Beach. Und alles nochmal. Der Aufwand hat sich gelohnt! Was uns erwartete war ein spitzen Event im internationalen Format. Eine einzigartige Lokation, ausreichend Platz, großartiger Sound und ausgelassene Gäste zelebrierten das Event, im einzigen Club welcher über die Insel hinaus Bekanntheitsgrad erlangt hat.
Martin Darling und das Paar aus Belgien hatten viel Spaß. Nicht nur beim Tanzen, sondern auch in einer entlegenen Ecke des Clubs...
Tag 6
Mainparty – das Hauptevent des Festivals. Das Space ist die größte Disco der Stadt, jedoch wesentlich kleiner als das Cavo Paradiso. Das Ambiente kann ebenfalls nicht mit Cavo Paradiso mithalten. Jedoch war Peter Rauhofer der mit Abstand beste Dj. Sein Set differenzierte sich erfrischend von der übrigen eher einheitlichen Musik auf der Insel. Ruhig und konzentriert begeisterte er das Publikum mit seinen elektrisierenden Beats.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Performance von Rebekka Brown, ein Energiebündel mit kraftvoller Stimme. Leider ohne ihre Tänzer, welche allerdings auf der kleinen Bühne ohnedies keinen Platz gefunden hätten.
The Darlings tanzten bis in die frühen Morgenstunden...
Fazit: Das XLsior Festival ist eine Bereicherung für Mykonos. Allerdings wer vordergründig der Clubs, DJs und Partys kommt und nicht wegen der Strände, Männer und der pittoresken Stadt, ist am Circuite Festival Barcelona oder Ibiza besser aufgehoben.
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