Der Regisseur Kevin Margo wurde vom Leben seines Vaters inspiriert. Grounded wiederum liegt die Inspiration von dessen Tod zu Grunde und umkreist eindrucksvoll die Thematik der Vater-Sohn-Beziehung.
Inhaltlich zu erfassen ist dieser Kurzfilm nur sehr schwer. Nach der Explosion seines Raumschiffs findet sich ein Astronaut auf einem fremdartigen, kargen Planeten wieder. Er scheint heftig aufgeschlagen zu sein: Sein Fallschirm ist zerstört, auch sein Helm ist nicht mehr brauchbar. Neben sich entdeckt er die Leiche eines weiteren Raumfahrers, dessen Helm intakt ist und tauscht den Kopfschmuck, um wieder frei atmen zu können. Genau dieser Atem stockt ihm aber, als er erkennt: Der leblose Raumfahrer ist ein perfektes Ebenbild seiner Selbst.
Margo lässt Vererbung und Weitergabe von Verhaltensweisen ein Kreisschluss sein. Die Geschichte des Astronauten, der seiner eigenen Leiche den Helm entreißt, um daraufhin von sich selbst erschlagen zu werden, geht fortdauernd in seinen Anfang wieder über.
Grounded sieht fabelhaft aus und begeistert auch ohne den Gedanken an die Vorgeschichte eines Regisseurs, der seinem vermutlich an Krebs gestorbenen Vater ein Denkmal setzen wollte. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, klar. Aber was Margo hier geschrieben, inszeniert, animiert und produziert hat, kann man trotzdem meisterlich nennen.
Grounded
written, directed, produced & VFX by: Kevin Margo
staring: Derron Ross, Brent Meeker
co-directed by: Barrett Meeker
score: Ken Andrews
(Text: Wilke Weermann)







































