Kurzfilm: Burn

Film

Worum mag es gehen in Burn? Ein Titel ist das, der vieles hergibt. Ob nun eine Revolution, ein familiäres Melodram, brennende Leidenschaften. Das alles ist recht daneben. Dieser Kurzfilm dreht sich um Skater. Und noch ungewöhnlicher: Gerade für Nicht-Skater dürfte er interessant sein.
 
Was sich bei gängigen Videoplattformen von einer Suche nach coolen Tricks schnell zu einer Parade von aberwitzigen Heimvideopannen entwickelt, hat bei Ash Bollands sehr knappem Film einen gänzlich anderen Reiz. Musikalisch reihen sich dreckige Basslinien und Elektrogezerre aneinander; die richtige Stimmung für vier Skater auf ihrem Weg - wohin eigentlich?
 
Sie rasen über einige recht gefährliche Locations eines ghettomäßigen Großstadt-dschungels, trotzen allen Widrigkeiten, scheinen nicht zu stoppen zu sein. Tischde, Balken, alles fliegt durch die Luft, stellenweise züngeln Flammen vom Asphalt und der Halfpipe empor und paraphrasieren eine Geschichte von Leidenschaft, Ehrgeiz und Inspiration.
 
Wer die wenigen Minuten Zeit hat, sollte sich auch inspirieren lassen. Es muss nicht einmal die Leidenschaft für das Skaten vorhanden sein, Leidenschaft generell für irgendetwas reicht völlig aus, um sich anstecken zu lassen von dieser stark bebilderten Arbeit über die jungen Wilden. Nicht unbedingt Sturm und Drang, aber zumindest: Jede Menge Sturm.
 
 

 
Burn
directed by: Ash Bolland
featuring: Rune Glifberg, Dany Hamard, Hugo Maillard, Jonas Skröder
director of photography: Lachlan Milne
producer: Tara Riddell
dditor: Daniel Lee
audio: Al Boorman
production company: Curious Film
 
(Text: WIlke Weermann)

 

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