Wer hat Angst vor dem Penis? Niemand! Niemand? Warum laufen dann alle davon, wenn er kommt? Wir alle wissen doch, wo er sich befindet, wie er aussieht und was er kann, wenn der denn kann. Dennoch machen wir ein großes offenes Geheimnis aus ihm. Naja nicht alle. Boris Torres spielt in seinen Gemälden gerne mit der Zwielichtigkeit der einäugigen Schlange.
Und nicht nur das. Die Pornografie, genauer gesagt die homosexuelle Pornografie der 1960 und 70er ist Inspiration und Thematik seiner Werke. Er schließt die Grenze zwischen zwei Welten. Zwischen visueller Kunst und künstlicher Visualisierung. Zwischen dem, was in uns Fragen aufwerfen soll und dem, was uns von allen Fragen des Lebens ablenken soll.
Aus Ecuador stammt Boris Torres. Er lebt aber schon seit seiner Kindheit in New York City. Die Gegensätzlichkeit zweier unterschiedlicher Welten ist für ihn also nichts Neues. So ist es auch nicht überraschend, dass er mehr in den pornografischen Illustrierten seiner Jugend sah als mach anderer und diese statt den üblichen Körperstellen auch seine Fantasie stimulierten.











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boristorres.com
(Text: Christoph Daniel)







































