Kurzfilm: Zero

Film

Nullen sind der Bodensatz der Gesellschaft und werden von den übrigen Zahlen gemieden. Als wäre das nicht schon grausam genug, ist es ihnen per Gesetz verboten, sich zu lieben und fortzupflanzen. Bis eines Tages eine der zahlreichen Nullen gegen dieses Gesetz verstößt und die Sicht der anderen Zahlen ändert.
 
In detailverliebter, dynamischer Stop-Motion-Technik erzählt Christopher Kezelos mit Zero die Geschichte vom Unterlegenen, der sich doch bloß in die Gruppe der anderen eingliedern will, dort aber einfach nicht erwünscht ist. Die Metaphorik ist simpel: höhere Zahlen sind die besser Gestellten, niedrigere Zahlen die Untergebenen. Und die Null - die ist so niedrig, dass sie nicht einmal untergeben sein darf.
 
So säumen obdachlose Nullen die Straßen, schlafen zwischen Mülltonnen im Regen und dürfen sich nicht vermehren, schließlich hat man jetzt schon zu viele von ihnen. Die Polizei hält sie mit aller Gewalt voneinander fern und einer mehr oder weniger von ihnen kümmert den Rest der Gesellschaft kaum.
 
Viel bleibt nicht zu sagen. Nicholas McKay findet den perfekten Märchenonkel-Ton für diese Geschichte, die Figuren sind flauschig und niedlich, die Geschichte stimmig und verständlich. Dazu kommt Kyrls Burtlands Soundtrack und fertig ist ein Kurzfilm darüber, wie veränderbar das Schicksal glücklicherweise sein kann.
 
 

 
Zero
written and directed by: Christopher Kezelos
produced by: Christine Kezelos
narrated by: Nicholas McKay
director of photography: Matthew Horrex
original music by: Kyrls Burtland
 
(Text: Wilke Weermann)

 

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